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Stellungnahme zur Schließung der Chirurgie am Eberner Krankenhaus

In letzter Zeit erreichten Bürgermeister Jürgen Hennemann einige anonyme Anschuldigungen bezüglich der bevorstehenden Schließung der Chirurgie am Eberner Krankenhaus wozu er sich hier folgendermaßen äußert:

Ich finde diese Art der Auseinandersetzung und Diskussionskultur sehr bedenklich, so Bürgermeister Jürgen Hennemann. Es geht nicht um eine Auseinandersetzung mit dem Thema, sondern nur um Beschimpfung derjenigen, die sich trauen, Verantwortung zu übernehmen.
Von einem Bejubeln der Situation kann keine Rede sein, das hat niemand gemacht. Es geht um eine realistische und ernsthafte Auseinandersetzung mit den Problemen der kleinen Land-Krankenhäuser, der Haßberg-Kliniken, dem Haus in Ebern.
Ich finde es sehr bedenklich, wenn anonym Behauptungen gemacht werden, die nicht stimmen, man aber nicht die Chance bekommt zu argumentieren, und anscheinend sind Diskussion nicht erwünscht. Das ist kein Stil einer Debatte in einer Demokratie. Das ist einfach hinterhältig und feige, nicht zu seiner Meinung zu stehen.
Ich und die Stadträte, Kreisräte, der Landrat und die Verwaltungsräte und der Vorstand der Haßbergkliniken stehen für die Gesundheitsversorgung im Landkreis und versuchen diese für die Zukunft zu erhalten, zu immer schwierigeren Bedingungen. Aber wir tun etwas, machen Vorschläge und stellen uns auch Kritik. Wenn bessere Vorschläge da sind, her damit. Aber bitte nicht anonym, sondern zu seiner Meinung stehen. Nur so kommen wir voran.
Es geht nicht mit, „lassen wir alles so, wie es ist“. Die Herausforderungen und Rahmenbedingungen ändern sich. Es scheiden Ärzte in den Ruhestand aus. Die Nachbesetzung ist besonders an kleinen Häusern schwierig.
Klar wäre es am besten, die Gesetzgebung würde für die Finanzierung der kleinen Landkrankenhäuser so verändern, dass sie kostendeckend geführt werden können. Also das Personal, das rund um die Uhr zur Grundversorgung vorgehalten werden muss, zu bezahlen. Eine Forderung, die ich schon seit Jahren an allen politischen Stellen Bund wie Land erhebe und immer wieder an die Abgeordneten herangetragen habe. Dazu müsste zunächst definiert werden was ist die notwendige medizinische Grundversorgung vor Ort. Dieser Umfang der Leistungen müsste für jedes Haus eigens vom Staat, besonders am Land, festgelegt werden, in einem Krankenhausplan. Dann müsste diese wiederum vom Staat finanziert werden. Davon sind wir weit entfernt. Es gibt keine Definition, keine Festlegung, keine Finanzierung. Es gibt nicht einmal eine Grundausstattung der Finanzierung für die Krankenhausträger. Alles muss über medizinische Leistungen erwirtschaftet werden. Dafür gibt es das DRG System. Dies ist auf hochwertige medizinische Leistungen und hohe Fallzahlen ausgelegt. Die kleinen Landkrankenhäuser können diese Leistungen meist nicht ausreichend erbringen, da sie die Ärzte, die notwendige Anzahl der Patienten (Fallzahlen) und die Möglichkeiten nicht haben.
Die in den kleinen Häusern gute Pflege und Betreuung, die menschliche Medizin, die manchmal wertvoller ist als die technische Medizin, wird nicht entsprechend vergütet. Das System wäre zu ändern. Ich würde das gerne, schaffe es aber nicht. Also müssen andere Konzepte her, das Krankenhaus in Ebern erhalten zu können, einen Gesundheitsstandort weiter in der Zukunft in Ebern zu haben.
Seit Jahren dränge ich darauf, dass versucht wird, Gesundheit und Altenpflege miteinander zu verbinden. Gerade für kleine Krankenhäuser kann das eine Zukunftssicherung sein. Die Bevölkerung wird älter und braucht wohnortnahe Versorgung in Gesundheit und Pflege. Es geht darum, in Krankenhäusern auch die Möglichkeit von Pflege-Angeboten für ältere Menschen zuzulassen. Dazu müssen gesetzliche Regeln verändert werden. Die Leistungen für Pflege und Gesundheit sind in unterschiedlichen Sozialgesetzbüchern geregelt. Auch unterschiedliche Ministerien sind zuständig. Ein Modellvorhaben wurde dem Gesundheitsministerium bereits vor drei Jahren von den Haßberg-Kliniken vorgeschlagen. Mehr als ein Brief an das Ministerium ist aber nicht passiert.
Die neue Vorstandsvorsitzende der Haßberg Kliniken hat das Thema wieder aufgegriffen, auch weil die Defizite der Haßberg-Kliniken immer weiter angestiegen sind. Ein Handeln ist unabdingbar. Auch die Belegungszahlen in Ebern sanken, und somit stieg auch hier das Defizit. Die Patienten suchen sich die beste Klinik, das beste Angebot, Spezialisten, diese kann man nicht an kleine Krankenhäuser bekommen. Ein Teufelskreis, auch weil die normale Grundversorgung nicht vergütet wird. Aber erwartet wird, dass rund um die Uhr Fachärzte und Personal zur Verfügung stehen.
Das Konzept Integration von Altenpflege soll weiter verfolgt werden, es wird jetzt konkret angegangen. Ausschlaggebend waren auch die bevorstehenden Renteneintritte der Chefärzte im Haus Ebern.

Andere Konzepte?
Die Versuche der vergangenen Jahre, die Verluste durch Belegärzte und Operationen von außen zu decken, haben nicht zum Ziel geführt. Es wurden zwar Deckungsbeiträge erreicht, die aber nicht kostendeckend für das Krankenhaus waren.
Vorwürfe und Verschwörungstheorien sind fehl am Platz. Der Kreis und die Stadt bemühen sich um den Erhalt des Krankenhauses in Ebern. Seit Jahren wird das Millionen-Defizit der Haßberg-Kliniken, auch des Hauses Ebern, vom Kreis und somit seinen Gemeinden über die Kreisumlage getragen.
Es geht darum, mit einem neuen Konzept, Gesundheit und Pflege im Krankenhaus sowie einem Ausbau des Medizinischen Versorgungszentrums die Gesundheitsversorgung im Raum Ebern langfristig sicherzustellen.
Zu den Öffnungszeiten des MVZ am Tag ist die Versorgung der Patienten sichergestellt. Es sind Fachärzte vor Ort, die auch ambulante Operationen durchführen können. Auch das Röntgen und das MRT bleiben zur Diagnose in Ebern bestehen. Das Angebot im MVZ kann hier noch ausgebaut werden. Hier wird es noch genauere Informationen geben.
Die innere medizinische Abteilung bleibt mit dem Intermediatecarebereich erhalten und soll zum altersmedizinischen Zentrum ausgebaut werden. Die Kurzzeitpflege soll angeboten werden. Der Einstieg in ein erweitertes Angebot am Krankenhaus, um Pflege und Betreuung einfacher zu machen.
Ich sehe hier eine Chance, langfristig einen Gesundheitsstandort in Ebern zu halten.

Jürgen Hennemann

1. Bürgermeister

Stadt Ebern

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