Die Bauhöfe waren in den letzten Wochen mit Ausbesserungsarbeiten an den Straßen beschäftigt.

Alle wollen auf gut ausgebauten Straßen fahren, möglichst ohne Schlaglöcher oder sonstige Beeinträchtigungen. Aber jede Straße hält nur eine gewisse Zeit, wird irgendwann reparaturbedürftig. Mit dem „Rissevergußgerät“ waren vor Kurzem Bauhofarbeiter aus Ebern, Pfarrweisach und Rentweinsdorf in Jesserndorf beschäftigt. Sie sind mit einem hochmodernen „Rissevergußgerät“ des Bauhofes Ebern unterwegs. Mit diesem werden zunächst die Risse im Straßenkörper mit starker Druckluft ausgeblasen und danach sofort mit bituminösen Material vergossen. Zu Zeiten des früheren „Straßers“, geschah dies noch auf recht bizarre Weise. Da wurde harter Teer in Kesseln gekocht, so lange bis er flüssig wurde, eine mühsame, zeitaufwendige und unproduktive Arbeit. Heute benutzt man im Straßenbau Bitumen als Bindemittel für Heißmischgut und als Basis für Anspritzmittel, sogenannte Bitumenemulsinen.

„Heutige Straßen und Wege werden bituminös befestigt oder asphaltiert“, sagt Christian Raehse, Leiter des Bauhofes in Ebern. Vor drei Jahren hat die Stadt Ebern das Rissevergußgerät angeschafft. „Zuvor hatten wir ein kleines Gerät für die Verfugung der Risse in der Straße. Das war aber nichts Richtiges, weil wir da am Tag nur wenige Laufmeter schafften“, so Raehse. Das neue Rissevergußgerät, es kostete um die 35.000 Euro, wurde auf einem Mehrzweckfahrzeug optimiert, erläutert der Bauhofleiter. Im Rahmen der interkommunalen Zusammenarbeit mit den Gemeinden Pfarrweisach und Rentweinsdorf, würden zweimal im Jahr in einem Block von etwa drei Wochen Arbeiten mit dem Gerät vorgenommen, um Risse in den Straßen der Gemeinden zu vergießen. Jede Gemeinde plant für sich, wann das in den Arbeitsablauf passt. „Im Bereich Ebern haben wir schon die Ortsteile, Heubach, Eichelberg, Reutersbrunn, Weißenbrunn, Welkendorf und Jesserndorf fertig“, sagt Christian Raehse. Turnusgemäß wird man das weiter angehen, bis man durch sei um dann wieder weiter zu machen, wo es nötig ist. Da Straßen relativ teuer im Unterhalt wären, wolle man versuchen, sie so lange als möglich in einem vernünftigen Zustand zu halten. „Dafür ist es essenziell, dass man das Wasser aus dem Straßenkörper hält. In den Rissen kann das Wasser eindringen und Schäden anrichten, deshalb macht es Sinn, die Risse mit der bituminösen Masse zu vergießen“, so Raehse. „Ich denke, dass wir mit dem neuen Gerät das leisten können, was externe Dienstleister auch machen würden.“ Gestellt wird das Gerät von der VG Ebern und man wird sich mit den anderen Gemeinden einigen, wie alles finanziell aufgeteilt wird. „Mit dem alten Gerät hat man am Tag vielleicht 30 Meter geschafft, mit dem neuen Gerät zwischen 300 Metern und drei Kilometer, abhängig davon, wie viele Risse geballt vorhanden sind. Mit dem Gerät sind wir auf einem professionellen Level“, zeigt sich der Bauhofleiter von Ebern überzeugt. Über Nacht wird das Gerät an eine Zeitschaltuhr gehängt, und wenn früh die Mitarbeiter kommen, ist das Material heiß und die Leute können gleich loslegen. „Das ist eine effiziente Arbeit und auch leichter für die Mitarbeiter als es früher der Fall war.“ Der Beruf des Wegemachers hat sich grundlegend geändert. Der Straßenwärter ist in Deutschland eine ausgebildete Fachkraft, die für den verkehrssicheren Betrieb und Unterhalt von Straßen und Wegen verantwortlich ist. Anstellung findet der Straßenwärter bei Straßen- und Autobahnmeistereien sowie kommunalen Bauhöfen. So auch Mitarbeiter der kommunalen Bauhöfe Ebern, Pfarrweisach und Rentweinsdorf, die derzeit unterwegs sind, um kleine Risse im gemeindeeigenen Straßennetz auszugießen.

Arbeiten im Team. Hier bläst Udo Öckler (vorne links) die Risse aus und Maximilian Wunner (rechts) vergießt sie. Hinten von links Bauhofleiter Christian Raehse und Tino Heider.

Text und Fotos: Helmut Will

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